Interpretationshinweise

Folgende Hinweise sind bei der Interpretation der Ergebnisse im Datenportal zu beachten:

  • Die Datenbasis des Portals wurde im Mai 2022 um Ergebnisse der Promovierendenbefragung 2021 erweitert. Der neue Filter zur Kohorte der Promovierenden dient der Unterscheidung zwischen den Promovierenden der Befragung 2019 (entspricht Kohorten „2016 und früher“, „2017/2018“ und „unbekannt“) und der Befragung 2021 (Kohorte „2019/2020“). Durch die zusätzliche Aufteilung der Promovierenden der Befragung 2019 können nun auch Promovierende mit einem Registrierungsdatum vor Dezember 2016 gezielt gefiltert werden.
  • Um die im Datenportal bisher dargestellten Ergebnisse der Promovierendenbefragung 2019 zu reproduzieren müssen im Filter „Kohorte“ folgende Optionen aktiviert werden: (1) „2016 und früher“ (2) „2017/2018“ und (3) „Unbekannt“. Die Ergebnisse können jedoch aufgrund von Änderungen im Fragebogen und der inhaltlichen Harmonisierung geringfügig vom Stand vor Mai 2022 abweichen. Eine Liste der wichtigsten inhaltlichen Änderungen finden Sie unten auf dieser Seite.
  • Für einen Vergleich der Befragungsergebnisse 2019 und 2021 empfehlen wir, die Promovierenden mit Registrierung vor Dezember 2016 (Kohorte „2016 und früher“) und unbekanntem Registrierungsdatum („unbekannt“) aus den Analysen auszuschließen, um Personen mit einer möglichst ähnlichen Promotionsdauer zum Befragungszeitpunkt zu vergleichen.
  • Die Promovierendenkohorte „2016 und früher“ kann nur eingeschränkt mit den Kohorten „2017/2018“ und „2019/2020“ verglichen werden. Aufgrund unterschiedlicher Befragungszeitpunkte im Promotionsverlauf und Promotionsdauern enthält diese Teilgruppe z.B. überproportional viele Geisteswissenschaftler*innen und unterproportional viele Mediziner*innen. Diese verzerrte Fächerverteilung wirkt sich u.U. auf weitere Indikatoren aus. Deshalb wird ein solcher erweiterter Kohortenvergleich eher im Rahmen multivariater Analysen unter Einbezug zusätzlicher Kontrollvariablen auf der Basis von Mikrodaten empfohlen.
  • Die Indikatoren F1 (Häufigkeit von Auslandsaufenthalten) und F2 (Gastländer für Auslandsaufenthalte) enthalten wie bisher nur die Daten der Befragung 2019 ohne den zusätzlichen Kohorten-Filter. Aufgrund von Änderungen in den Fragebogenformulierungen sind die Ergebnisse nicht valide über die Befragungen 2019 und 2021 hinweg vergleichbar. Ab der Befragung 2021 (Prom2020.1) gilt nun eine präzisere Operationalisierung von Auslandsaufenthalten, sodass die Ergebnisse der Befragungen ab 2021 mit denen nachfolgender Erhebungen vergleichbar sein werden.

Inhaltliche Änderungen

Aufbauend auf dem Nutzerfeedback und aufgrund von Änderungen im Frageprogramm wurden ausgewählte Indikatoren inhaltlich überarbeitet. Hier ein Überblick über die wichtigsten Änderungen, ausführliche Erläuterungen zur Operationalisierung finden Sie in der Methodik-Handreichung:

  • Die Definition der Differenzierungsvariable „Mitgliedschaft in strukturierten Promotionsprogrammen“ wurde angepasst und berücksichtigt nun die Teilnahme an einem verbindlichen Kursprogramm als Unterscheidungsmerkmal.
  • A1 „Primärer Promotionskontext“: neuer Indikator, der die Anteile Promovierender mit (1) Stelle an einer HS/AUF, (2) in strukturieren Programmen, (3) Stipendien, (4) freien bzw. externen Promotion ausweist.
  • F5 „Mobilität beim Übergang vom Studium zur Promotion“: neuer Indikator der angibt, ob die Promotion an einer anderen Hochschule als der Studienabschluss angestrebt wird.

Weitere inhaltliche Änderungen, die sich z.B. aus Anpassungen von Formulierungen, Änderungen von Skalen, Entfall oder Hinzunahme einzelner Items im Fragebogen 2021 ergeben, sind für die betreffenden Indikatoren im Anhang der Methodenhandreichung dokumentiert.

Pressekontakt

Dominik Adrian
Dominik Adrian 030/2064177-34
Bundesministerium für Bildung und Forschung